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Besirat Tesfay Ausstellung: Eröffnung:
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Zu meinen Arbeiten Durch Auseinandersetzung mit Dingen, die mein Interesse oft zuerst über das Visuelle wecken, entstehen Zeichnungen, Videos und Installationen. Am Anfang aller meiner Arbeiten suche ich oder begegnen mir Zeichen im Alltäglichen, hinter denen sich "mehr" zu verbergen scheint. Das kann mein Sieb im Licht, eine Landschaft oder eine Regung im Inneren sein, die mir etwas über die Welt "offenbaren". Meine Zeichnungen sind innere Bilder, die mich nicht loslassen, manche meiner Videoarbeiten haben ihren Anfang in einer Filmidee, die ich nicht weiterverfolgt habe oder folgen einem Experiment mit meiner Videokamera... Das Medium spielt dabei eine sehr
wichtige Rolle:
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Innere Bilder
digital Mit der Welt der digitalen Bildmanipulation
und -produktion und der Internet-Technologien beschäftigt sich Besirat
Tesfay schon sehr lange und intensiv. Doch in ihren mit der Maus gezeichneten
Bildern findet man nicht die gewohnte High-Tech-Ästhetik der Computer-Kunst. In ihrem Zeichenduktus verbinden sich die Dynamik der Handbewegung und der Widerstand des Mediums und führen zu einer eigenen Bildsprache, die auf den ersten Blick an Comic-Zeichnungen denken lässt. Die zum Teil präzisen Details jedoch und der behutsame Umgang mit Licht und Farben gehen weit über die narrative Bildsprache von Comics hinaus. Manche Zeichnungen wirken skizzenhaft, andere scheinen das Ergebnis eines langen Entstehungsprozesses zu sein, in dem sich Linien und Flächen immer weiter verdichten, überlagern und vertiefen. Dem Licht kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Eine Häuserrückseite wird durch eine Zimmerlampe von innen illuminiert, Kugeln im Baum strahlen oder gleißendes Gegenlicht durchleuchtet eine grüne Gießkanne. Kontraste werden fast malerisch behandelt und gleichzeitig durch gröbere pixelige Arbeitsspuren gebrochen. Die Motive erwachsen aus der Erinnerung der Künstlerin. Sie zeigen Situationen ihres Lebensumfelds, die sich ihr eingeprägt haben. Flüchtige Augenblicke aus Zugfahrten, ein merk-würdiger Blick am Baggersee oder eben Momente der Ruhe und des Innehaltens notiert sie als Lebensmomente, die sie aus dem Alltäglichen hervortreten lässt. Szenen aus der eigenen Kindheit, Erinnerung an eine spezifische Filmeinstellung oder an die Arbeiten von Felix Gonzales-Torres lassen die Dimensionen der Erinnerung nur erahnen, während die Selbstbildnisse neben ikonegraphischen Hinweisen wie etwa bei der „Badenden“ vielschichtige Bedeutungsebenen andeuten, ohne diese allein in den Vordergrund zu stellen. |
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